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Erich Kock

Die Jahre wie die Wolken gehn
Kindheit und Jugend in Münster 1930-1943

Wenn ein literarisch ausgewiesener Autor, dessen Schaffen zahlreiche Bücher, Zeitschriftenaufsätze und Rundfunksendungen umfasst, ein Buch über seine Heimatstadt veröffentlicht, dann darf man auf das Ergebnis mit Recht gespannt sein. Erich Kock, 1925 in Münster geboren und dort aufgewachsen, schildert seine Kinder- und Jugendjahre. Er rückt das Bild seiner Eltern und Lehrer vor die Augen: und er erzählt von Menschen und Schauplätzen die seine religiöse Prägung mitbestimmt haben. Nachbarn, Mitschüler und Mitbürger werden portraitiert, ohne dass deutliche Konturen indiskret oder zudringlich wirkten. Vor allem aber ist das Buch eine Art Liebeserklärung -, es geht dem Autor um die Stadt, auf die seine Auge gefallen ist. Es geht um die Atmosphäre, das seelische Klima, die Aura, die poetische Ausstrahlung seiner Geburtsstadt Münster Der Autor zeichnet das Bild seiner Heimat, die so nicht mehr existiert, ohne in bloße Nostalgie zu verfallen. Übrigens geht das Buch dem politischen Umfeld nicht aus dem Wege - auch nicht dem Stadtklima der Jahre nationalsozialistischer Diktatur, selbst wenn es ihm nicht um die zeitgeschichtliche Analyse nach der der Weise historischer Wissenschaft zu tun ist.

Kock der nach dem Krieg in Münster Theologie, Philosophie und Germanistik studierte, ist Schriftsteller und Publizist 1961 - 1968 war er Sekretär und Mitarbeiter von Heinrich Böll. Kock wohnt in Köln, ist verheiratet und Vater von sechs Kindern.

2014, 2. Auflage, 160 S., 14.90 EUR, br., ISBN 3-89781-024-2