Eberhard Fincke
Das Recht liegt auf der Hand
Ein Erbe der Evolution
An den Grenzen des Wachstums wachsen die Verteilungskämpfe und die Rufe
nach Gerechtigkeit. Doch wenn es wenig zu verteilen gibt, handelt sich
der Staat mit Gesetz und Zwang vermehrt Zweifel an seiner Kompetenz und
Rechtmäßigkeit ein. Formaljuristische Begründungen und das Beharren auf
schwer verständlichen Rechtsvorschriften erzeugen Unmut und
Ohnmachtserfahrungen. Beispiele einer solchen Entwicklung sind die
Atompolitik oder das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Ist es hier noch
gelungen, Ängste und Enttäuschungen in zielgerichtete politische Aktion
zu verwandeln, so muss im Ganzen doch befürchtet werden, dass Angst und
Ohnmacht in Resignation oder aber Gewaltsamkeit umschlagen.
Gegen die damit einhergehenden, herkömmlich pessimistischen Urteile über
den Menschen und sein Verhältnis zum Recht zeigt dieses Buch auf, wie
schon biologisch alle Menschen zum Recht begabt sind. Unabhängig von
religiosen Vorschriften und akademischen Definitionen hat die Evolution
es jedem Menschen mitgegeben, an der Hand zu ermitteln, was Recht ist.
2011, 208 S., 19.90 EUR, br., ISBN 3-89781-186-7
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